Blutgruppe B positiv

9 Prozent der Deutschen tragen B positiv. In Teilen Asiens ist diese Gruppe deutlich verbreiteter.

9 %
Deutschland
ca. 9 %
Weltweit
pos.
Rhesus-Faktor
Blutgruppe B positiv

Häufigkeit und Bedeutung

Blutgruppe B positiv tragen 9 Prozent der deutschen Bevölkerung, damit ist sie die dritthäufigste Gruppe hierzulande. Auf den roten Blutkörperchen sitzt das B-Antigen, der Rhesus-Faktor D ist vorhanden. Im Blutplasma befinden sich Antikörper gegen A. Deshalb ist nur Blut der Gruppen B und 0 verträglich.

EigenschaftAngabe
BlutgruppeB positiv
Häufigkeit Deutschland9 %
Häufigkeit weltweitca. 9 %
Spenden anB+, AB+
Empfangen vonB+, B-, 0+, 0-
Häufigkeit und Transfusionseignung, Blutgruppe B positiv
Das ABO-System

Wie wird die Blutgruppe bestimmt?

Jede Blutgruppe wird durch zwei Systeme festgelegt: das ABO-System und das Rhesus-System. Das ABO-System geht auf den Mediziner Karl Landsteiner zurück, der 1901 die ersten Blutgruppen beschrieb und dafür 1930 den Nobelpreis für Medizin erhielt.

Im ABO-System entscheiden Antigene auf der Oberfläche der roten Blutkörperchen, ob jemand A, B, AB oder 0 hat. Im Blutplasma befinden sich spiegelbildlich dazu Antikörper gegen die fehlenden Antigene. Das macht inkompatible Transfusionen gefährlich: Fremde Antigene lösen eine Immunreaktion aus, die zur Zerstörung der übertragenen Blutzellen führt.

Der Rhesus-Faktor bezeichnet das Vorhandensein des D-Antigens. Wer es hat, ist Rhesus positiv. Wer es nicht hat, Rhesus negativ. Etwa 85 Prozent der Deutschen sind Rhesus positiv.

Transfusion

Wer kann spenden, wer kann empfangen?

Bei Transfusionen ist die genaue Übereinstimmung von ABO-Gruppe und Rhesus-Faktor entscheidend. Wird inkompatibles Blut übertragen, reagiert das Immunsystem des Empfängers mit Antikörpern gegen die fremden Antigene. Diese Reaktion kann lebensbedrohlich sein.

Menschen mit B positiv können Erythrozyten von B+, B-, 0+, 0- empfangen und an B+, AB+ spenden.

Vererbung

Wie wird B positiv vererbt?

Blutgruppen werden nach den Mendelschen Regeln vererbt. Jedes Elternteil gibt ein ABO-Merkmal weiter. A und B sind dominant gegenüber 0, stehen aber gleichrangig zueinander. Wer von einem Elternteil A und vom anderen 0 erbt, hat Blutgruppe A. Das 0 bleibt verborgen.

Rhesus positiv ist dominant gegenüber negativ. Wer von beiden Elternteilen das negative Merkmal erbt, ist Rhesus negativ. Die genaue Ableitung lässt sich über den Blutgruppen-Rechner des BRK-Blutspendedienstes durchführen.

Häufige Fragen

Warum ist B positiv in Asien häufiger?
Die Verteilung von Blutgruppen folgt geografischen und ethnischen Mustern. In Teilen Indiens, Pakistans und Bangladeschs ist B die häufigste Gruppe, vermutlich auf antike Migrationsbewegungen zurückzuführen.
Welches Blut kann B positiv empfangen?
B positiv verträgt B positiv, B negativ, 0 positiv und 0 negativ. A- oder AB-Blut führt wegen der A-Antikörper im Plasma zur Immunreaktion.
An wen kann B positiv spenden?
B positives Blut ist für B positiv und AB positiv geeignet. Rh-negative Patienten oder andere ABO-Gruppen kommen nicht infrage.
Wie wird B positiv vererbt?
Das B-Merkmal wird nach den Mendelschen Regeln vererbt, dominant gegenüber 0. Haben beide Elternteile unterschiedliche Merkmale (A und B), kann das Kind alle vier ABO-Gruppen erben.